Whiskey des Monats Juli 2020

Glenfiddich Projekt XX 0,7 l – 47,0 %

 

Glenfiddich ist unter den schottischen Destillerien sehr besonders, da es heute noch von den Gründern William Grant & Sons verwaltet wird. Die Brennerei wurde zwischen 1886 und 1887 von William Grant erbaut, der auch Balvenie und Mortlach gegründet hat. Die Ausrüstung wurde der Familie Cummings von der Cardow Destillerie (heute Cardhu) abgekauft und es wurde am ersten Weihnachtsfeiertag 1887 mit der Produktion begonnen. Im Jahr 1892 machte William Grant bei der Verwaltung der Glenfiddich Destillerie eine Pause, um die nahe gelegene Balvenie Brennerei zu gründen, die ebenfalls noch im Besitz von William Grant & Sons ist. 1898 wurde Glenfiddich von der Pattison-Krise überwältigt. Zu der Zeit war Pattison Glenfiddichs größter Kunde, da er für seine Blends massenweise Single Malt von Glenfiddich kaufte.

1963 wurde Glenfiddichs unverwechselbare, dreiseitige Flasche eingeführt. Das Design wurde von Hans Schleger geschaffen und ist seitdem eine Ikone. Dieser Schritt wurde als eine große Marketing-Methode angesehen, denn dadurch hob sich Glenfiddich von den anderen Flaschen auf dem Regal ab. Im selben Jahr veröffentlichte Glenfiddich ihren ersten offiziellen Single Malt und trotzte somit den Kritikern, die behaupteten, dass ein solches Wagnis keinen Erfolg mit sich bringen würde. Der Verkaufserfolg ermöglichte Glenfiddich, sich tatsächlich in eine „Marke“ zu verwandeln, die fest den Gedanken einen Single Malt zu erschaffen verfolgte.

Tasting Notes:

Aroma:            Ausbalanciert und süß mit Eiche und Vanille. Dazu geröstete Mandeln und Zimt

Geschmack:   Fruchtig und zuckrig mit Lakritz

Abgang:          Mittellang

 

Whiskey des Monats Juni 2020

Glen Scotia Peated 10 Jahre 0,7 l – 46,0 %

Als Überlebender einiger der turbulentesten Zeiten in der Geschichte der Whisky-Produktion, hat Glen Scotia einiges durchmachen müssen. Es wird erzählt, dass die Brennerei von dem Gespenst Duncan McCallums, einer seiner ehemaligen Besitzer, heimgesucht wird. McCallum ertränkte sich im Campbeltown Loch, nachdem er durch ein geplatztes Geschäft ruiniert worden war.

Glen Scotia ist eine relativ kleine Brennerei, mit einer Produktion von nur 750.000 Litern reinem Alkohol pro Jahr. Die Brennerei bezieht ihr Wasser aus dem Crosshill Loch und einem tiefen Brunnen in der Nähe. Die Region Campbeltown hat eine beeindruckende Produktionsgeschichte. Es gab eine Zeit, in der über 30 Destillerien in der winzigen Stadt tätig waren. Allerdings ist Campbeltown auch die Region, die am stärksten von den Höhen und Tiefen des Whisky-Marktes betroffen war. Heute ist Glen Scotia eine von gerade mal drei Brennereien, die noch in der Stadt aktiv sind.

Tasting Notes:

Aroma:            Zart rauchig mit Salz und maritimen Noten. Bratapfel und Nelken.

Geschmack:   Fruchtig und ölig mit Noten von Zitrone, Vanille und frisch geschnittener Gerste.

Abgang:          Lang und sanft mit süßen Rauchnoten und schwarzem Pfeffer.

 

Whiskey des Monats Mai 2020

Knappogue Castle 12 Jahre 0,7 l – 40,0 %

Es war Liebe auf den ersten Blick: als das texanische Ehepaar Andrews im Jahr 1966 eine verfallene Schlossruine entdeckte, entschlossen sie sich spontan zum Kauf. Während Mrs. Andrews als ausgebildete Architektin ganz im Wiederaufbau nach historischem Vorbild aufging, widmete sich ihr Mann Mark seiner persönlichen Leidenschaft: Dem Sammeln von feinstem irischen Single Malt Whiskey. Nachdem der in Fässern gelagerte Whiskey seinen bestmöglichen Reifezeitpunkt erreicht hatte, ließ er ihn in Flaschen abfüllen und benannte ihn nach seinem inzwischen zu vollen Glanz erblühten Herrschaftssitz, dem Knappogue Castle.

Heute führt der Sohn Mark Andrews III. das Erbe seines Vaters mit Stolz weiter und hat den Knappogue Castle Irish Whiskey zu einer globalen Marke aufgebaut.

Der Knappogue Castle 12 Jahre ist ein Single Malt Whiskey, der wie fast alle irischen Whiskeys dreifach destilliert ist. Danach reift der Whiskey 12 Jahre in Bourbonfässern.

Tasting Notes:

Aroma:            Biskuit, Malz- und Getreidenoten, Pfeffer, Gewürze

Geschmack:   Fruchtige Schärfe, etwas Süße

Nachklang:     Halblanger Abgang mit Marshmallows, brauner Zucker, Vanille und Marzipan

 

Whiskey des Monats April 2020

Glen Scotia Peated 10 Jahre 0,7 l – 46,0 %

Als Überlebender einiger der turbulentesten Zeiten in der Geschichte der Whisky-Produktion, hat Glen Scotia einiges durchmachen müssen. Es wird erzählt, dass die Brennerei von dem Gespenst Duncan McCallums, einer seiner ehemaligen Besitzer, heimgesucht wird. McCallum ertränkte sich im Campbeltown Loch, nachdem er durch ein geplatztes Geschäft ruiniert worden war.

Glen Scotia ist eine relativ kleine Brennerei, mit einer Produktion von nur 750.000 Litern reinem Alkohol pro Jahr. Die Brennerei bezieht ihr Wasser aus dem Crosshill Loch und einem tiefen Brunnen in der Nähe. Die Region Campbeltown hat eine beeindruckende Produktionsgeschichte. Es gab eine Zeit, in der über 30 Destillerien in der winzigen Stadt tätig waren. Allerdings ist Campbeltown auch die Region, die am stärksten von den Höhen und Tiefen des Whisky-Marktes betroffen war. Heute ist Glen Scotia eine von gerade mal drei Brennereien, die noch in der Stadt aktiv sind.

Tasting Notes:

Aroma:            Zart rauchig mit Salz und maritimen Noten. Bratapfel und Nelken.

Geschmack:   Fruchtig und ölig mit Noten von Zitrone, Vanille und frisch geschnittener Gerste.

Abgang:          Lang und sanft mit süßen Rauchnoten und schwarzem Pfeffer.

 

Whiskey des Monats März 2020

Knappogue Castle 12 Jahre 0,7 l – 40,0 %

Es war Liebe auf den ersten Blick: als das texanische Ehepaar Andrews im Jahr 1966 eine verfallene Schlossruine entdeckte, entschlossen sie sich spontan zum Kauf. Während Mrs. Andrews als ausgebildete Architektin ganz im Wiederaufbau nach historischem Vorbild aufging, widmete sich ihr Mann Mark seiner persönlichen Leidenschaft: Dem Sammeln von feinstem irischen Single Malt Whiskey. Nachdem der in Fässern gelagerte Whiskey seinen bestmöglichen Reifezeitpunkt erreicht hatte, ließ er ihn in Flaschen abfüllen und benannte ihn nach seinem inzwischen zu vollen Glanz erblühten Herrschaftssitz, dem Knappogue Castle.

Heute führt der Sohn Mark Andrews III. das Erbe seines Vaters mit Stolz weiter und hat den Knappogue Castle Irish Whiskey zu einer globalen Marke aufgebaut.

Der Knappogue Castle 12 Jahre ist ein Single Malt Whiskey, der wie fast alle irischen Whiskeys dreifach destilliert ist. Danach reift der Whiskey 12 Jahre in Bourbonfässern.

Tasting Notes:

Aroma:            Biskuit, Malz- und Getreidenoten, Pfeffer, Gewürze

Geschmack:   Fruchtige Schärfe, etwas Süße

Nachklang:     Halblanger Abgang mit Marshmallows, brauner Zucker, Vanille und Marzipan

 

Whiskey des Monats Februar 2020

Laphroaig QA Cask 0,7 l – 40 %

 

Die Laphroaig Brennerei liegt an der Südküste der Inneren Hebriden Insel Islay. Folgt man der Uferstraße von Port Ellen nach Osten, so erreicht man nach wenigen Kilometern die Brennerei Laphroaig. Die ersten Gebäude der zwischen 1810 und 1816 gegründeten Brennerei liegen direkt am Ufer einer flachen Bucht, die sich nach Süden öffnet. Die Brennerei verwendet nahezu ausschließlich amerikanische Bourbon Fässer für die Lagerung ihres Whiskys. Nach 10 Jahren Lagerzeit wird etwa die Hälfte der Fassdaubenstärke vom Whisky ausgelaugt. Nach 15 Jahren sind es etwa ¾ der Wandstärke. Da Laphroaig nur kleine Fässer verwendet, findet eine schnelle Reifung statt. Laphroaig verkörpert die Einzigartigkeit Islays – schwer, rauchig, torfig und mit viel Charakter.

QA bedeutet beim Laphroaig, dass der Whisky in Fässern mit Quercus Alba lagerte. QC bedeutet, dass er in Quarter Cask Fässern lagerte. Laphroaig selbst stellt den Laphroaig QA Cask als den aromareichsten Single Malt Whisky der Welt vor.

Tasting Notes:

 

Aroma:            Im Geruch etwas frisches Holz, Karamell, Salz und Rauch.

Geschmack:   Der Geschmack des QA Cask von Laphroaig ist süßlich, würzig, salzig und leicht pfeffrig. Es schwingt auch Kohle mit.

Nachklang:     Im Abgang eher kürzer und rauchig und erdig. Zwar kommen auch blumige Noten durch und etwas Süße. Der Nachklang ist jedoch nicht groß vorhanden.

 

Whiskey des Monats Januar 2020

Copper Dog 46%

Dass die Speyside Region in Schottland ein Schmuggler Paradies war, ist gute 300 Jahre her. Heute ist sie eine der aktivsten und produktionsstärksten Whisky Regionen in Schottland. Damals gab es versteckte und illegale Destillerien an jeder Ecke, da legaler Whisky hoch versteuert war. In dieser Zeit wurde auch der Copper Dog erfunden, ein kupfernes Rohr, das an der unteren Seite mit einem Penny abgeschlossen und verlötet wurde und an der oberen Seite mit einem Korken als Verschluss abgedichtet werden konnte. Dieses gebräuchliche Hilfsmittel konnte man unauffällig an der eigenen Hose oder am Gürtel befestigen und so verstecken.

Copper Dog ist ein Bland aus nicht weniger als acht Speyside Single Malt Whiskys unterschiedlichen Alters – gereift in verschiedenen Fässern.

TASTING:

Aroma:                      Getreide und Honig mit fruchtigen Noten von Pfirsich, Birne und getrocknetem Apfel

Geschmack:            nussig und malzig mit Schokoladenkeks, Orange und leicht gerösteten Gewürzen

Abgang:                    mit Honig glasierte Früchte und Gebäck

Whiskey des Monats Dezember 2019

Bruichladdich The Laddie Ten 46 %

Bruichladdich, oder „B-Laddie“ – wie Fans ihren Single Malt von der Isle of Islay, der rund 40 Kilometer langen und 30 Kilometer breiten, fruchtbarsten Insel der Inneren Hebriden an der stürmischen Nordwestküste Schottlands liebevoll nennen, wurde als damals hochmodern konstruierte Brennerei im Jahre 1881 von Robert, William und John Gourlay Harvey an der Westküste von Loch Indaal gegründet. Bruichladdich bedeutet aus dem schottisch-gälischen übersetzt so viel wie „Flache Hangküste“ und nimmt damit Bezug auf die lokale Geographie der Insel. Trotz ihrer bewegten Firmengeschichte – im Jahre 2000 kaufte Murray McDavid die Brennerei für £ 7.5 Mio. – setzt Bruichladdich nachwievor bei der Herstellung seiner Single Malts konsequent auf traditionell altbewährte Destillationstechniken, und so befindet sich auf Islay noch heute ein Großteil des uralten Originalinventars im täglichen Gebrauch. Geschmacklich zeigt sich Bruichladdich sehr facettenreich. So variiert sein Charakter von kräftig und trocken mit einer rauchigen Note, bis leicht süßlich und herrlich frisch.

TASTING: 

Aroma:                      Fruchtig leicht, etwas Minze, Salznote

Geschmack:            Süß und malzig mit einem Hauch von Zitrusfrüchten

Abgang:                    Atemberaubend und unwahrscheinlich angenehm

Whiskey des Mon.OKT. 2019

GlenAllachie 12 Jahre

46 % – 0,7 l

Die Historie von GlenAllachie ist eher kurz: Gegründet wurde die Destillerie erst 1967 mit dem Ziel, möglichst viele Liter leichte und fruchtige Speyside-Malts für die Blends der Chivas Brothers zu brennen.

Nach der Übernahme 2017 hat sich das geändert: Billy Walker – der Mann, der schon die Buchstaben in der Mitte von BenRiach und GlenDronach groß machte – ging sofort an die Arbeit. Über 40.000 Fässer gehören zum Whisky-Bestand von GlenAllachie, sie sind der eigentliche Schatz der Destillerie.

Denn bis die Single Malts im eigenen Stil fertig sind, werden erst mal jede Menge Whiskys aus Bestandsfässern abgefüllt. Auch der GlenAllachie 12 Jahre gehört dazu.

TASTING:

Aroma: im Vordergrund Butterscotch und Honig – dazu Rosinen und Mokka

Geschmack: wunderbar süß nach Honig, Marzipan und Bananen gefolgt von Butterscotch und Rosinen

Abgang: mittellang – wohltuend

Whiskey des Mon.Seb. 2019

Jameson Cooper´s Croze

43 %

Wer sein Talent bereits seit fünf Generationen in der Familie vererbt, verdient eine Würdigung, an der sich auch die nächsten fünf erfreuen können. Cooper’s Croze – Teil der Whiskey-Makers-Serie – ist ein irischer Whiskey, mit dem die Handwerkskunst unseres Head Cooper Ger Buckley gewürdigt wird.

Eine der drei Abfüllungen aus Jameson’s „The Whisky Makers Series“ – The Cooper’s Croze ist ein traditionelles Werkzeug eines Küfers, mit dem die Nut in die Fassdauben für die Deckel der Fässer gezogen werden.

Diese Abfüllung beinhaltet Whiskeys, die in first-fill American Oak-, exBourbon- und exOloroso-Sherryfässern lagerten.

TASTINGS:

Aroma: sehr fruchtig im Aroma, reife Früchte und süße Töne von Toffee und Vanille, dahinter würziges Eichenholz mit deutlichen Röstaromen

Geschmack: wieder Früchte, dann deutlich der Sherry-Einfluss – dazu nussige Noten, Toffee und Vanille wieder sehr präsent – im Hintergrund Zimt und Edelbitterschokolade

Abgang: lang im Abgang – Vanille und würzige Eiche sind sehr präsent